Bayern-Buch

Was für Typen!




Ich bin niemand, der zur Jugendsprache neigt, aber um das Gefühl zu benennen, sein eigenes Buch in Händen zu halten, finde ich keine bessere Bezeichnung als: „Krass“.


Da ist es also. Ein (Blog-)Buch über den FC Bayern, mit und ohne Ich-Form, das die 90er und 00er Jahre thematisiert, Kult und Nostalgie transportiert und Spieler dieser Zeit portraitiert. Den Kontrast ziehen Saisonkapitel, die Randgeschichten und Details aufgreifen. Storys, die man nicht kennt und auch nicht kennen muss, die aber einen Schmöker darstellen, den es in dieser Form nirgends gibt. Unter Garantie. Das Motiv dieser unkonventionellen Chroniken speist sich aus drei Aspekten, von denen idealerweise einer oder mehrere bedient werden: 

„Ah, das wusste ich nicht!“

„Ah, das wusste ich nicht mehr!“

„Ah, das wusste ich zwar, aber was ich nicht wusste, war der Zeitpunkt!“

 

Ich bin ein pessimistischer Mensch und glaube doch, dass sich im Dschungel der tausend Bayern-Bücher eine Nische für ein Exemplar auftut, das mit tatkräftiger Unterstützung von Patrick Völkner und Anno Haak binnen zwei Monaten verwirklicht werden konnte. Vielen Dank an dieser Stelle, Patrick und Anno!


Leseprobe


Nachfolgend ein paar kleine Ausrisse, auch von der „Trivia“, wie wir die Saisonkapitel mit allerhand Allgemeinwissen für Bayern-Nerds getauft haben. Zunächst allerdings der Textbeginn eines Spielerportraits, das gar kein Portrait im eigentlichen Sinne ist - und somit genau ins Konzept passt.


Die Luft ist stickig und ein bisschen schummrig in diesem Lokal, das selbst sein Besitzer als „nicht gerade schön“ bezeichnet. Und trotzdem sind sie alle erschienen, damals, in den goldenen 90ern. Jürgen Klinsmann, Franz Beckenbauer, Axel Schulz. Und Mario Basler, klar. Der Abend ist weit fortgeschritten, als die Bayern-Karriere dieses etwas anderen Profis so endet, wie sie irgendwie enden musste: In bierseliger Stimmung, erst schaukelnd, dann verschaukelt, und mit einer leidlichen Kontroverse.

Regensburg, Herbst 1999. Die Pizzeria-Affäre ist geboren. Wäh­rend die Klatschjournalisten auf dem Boulevard jauchzend mit der Ausschlachtung beginnen, fühlt sich Mario Basler mal wieder missverstan­den. Fehlinterpretiert. Vor allem: Unfair behandelt. Der Reflex der Selbstverteidigung liegt nahe, wenn nicht einmal der Polizeibericht eine Anklage formuliert. Sehr umgänglich soll er gewesen sein, der promi­nente Fußballer, als die Beamten zur nächtlichen Unterredung baten. Basler kommentierte das in seiner ihm eigenen Art so: „Ich hatte mit den Polizisten ein überragendes Gespräch.”


Die Saison 2000/01 ist als Meister-Krimi und Champions-League-Himmelfahrt in der Geschichte verpflanzt. Aber darauf stürzen wir uns nicht - weil Hamburg und Mailand ohnehin jeder im Schlaf vorbeten kann. Die Begegnung von Stefan Effenberg und Ewald Lienen im Februar 2001 auch?

 

Das maue 1:1 gegen Köln mag niemanden erheitern, besonders Stefan Effenbergs Gemüt ist im Keller. An der Seitenlinie wird der Kapitän umgepflügt, rappelt sich auf und stapft mit erhobenem Zeigefinger auf FC-Coach Ewald Lienen zu. Das Nomen „Rudelbildung“ hat es noch nicht in den Duden geschafft, doch die Beteiligten handeln fortschrittlich. Lienen soll „Hau ihn weg!“ gerufen haben, woraufhin sein Verteidiger in die Vollen ging und Effenbergs Kompromissbereitschaft auf den Nullpunkt sank. Hinterher verabreden sich Effe und Ewald zum Diskurs. „Hau ihn weg!“ Lienen habe mit seinem Befehl den Ball gemeint, nicht Effenbergs Waden. Der Tiger trocken: „Dann hat er das falsch verstanden...“

 

Spieler, die anhand von Praxisbeispielen „erklärt“ werden? Exakt. Wie bei Giovane Elber, als dieser bereits ein anderes Trikot trägt:

 

In der 53. Minute schneidet Florent Malouda von der linken Flanke zur Mitte. Als der Franzose attackiert wird, steckt er die Kugel durch den Abwehrwall auf Elber. Der Angreifer schüttelt Bewacher Ballack ab und taucht plötzlich freistehend, in halblinker Position, vor dem Tor auf. Der Weg zum Gehäuse ist kurz, und Elber sieht, wie Kahn eine breitbeinige Stellung einnimmt. Das bedeutet: Alarm!

Giovane Elber hatte sich hochgearbeitet im europäischen Fußball. Beim AC Milan stand er unter Vertrag, kam aber nie zum Einsatz. Bei den Grasshoppers Zürich wurde ihm Handwerkszeug vermittelt, beim VfB Stuttgart reifte er zu einem erprobten Stürmer. Beim FC Bayern wurde er brasilianischer Nationalspieler, 15 Einsätze, sieben Tore, holte vier Meisterschaften, vier Pokalsiege, Champions League und Weltpokal. In 169 Bundesligaspielen markierte Elber 92 Treffer. Zweiundneunzig! Er hat gegen Real Madrid und Hansa Rostock getroffen, gegen Manchester United und Energie Cottbus. Aus ungezählten Trainingsspielen weiß Elber, was Kahn bei Eins-gegen-Eins-Situationen automatisierte: Die rechte ist seine bevorzugte Seite, so hat er den entscheidenden Elfmeter gegen Valencia pariert, dorthin wird er auch diesmal zucken, intuitiv.

Dann zieht Elber ab. Mit links, flach und scharf auf die lange Ecke - Kahns linke Seite.

 

2007/08 wurden die Bayern in den UEFA-Cup strafversetzt. Blasphemie, mindestens. Alle kennen den Wahnsinn von Getafe und den Crash in Petersburg - aber wer kennt die Wette, die Mark van Bommel in Belgien verliert? 

 

Bayern dominiert Anderlecht in Anderlecht, beim Stand von 4:0 spekuliert Mark van Bommel auf Bares. Als ihnen ein Freistoß in ordentlicher, aber keinesfalls optimaler Lage zugesprochen wird, bietet er Schütze Ribery einen Deal an: 100 Euro für ihn, wenn er trifft, 100 Euro für van Bommel, wenn nicht. „Ich dachte, das wäre leicht verdientes Geld“, zwinkert der Niederländer. Tja.

 

Die Trivia reicht bis zur ersten Pep-Saison 2013/14, wobei Freunde skurriler Statistiken erfreut im Zahlenwald wandern dürften. 

 

Dante trägt sich nur bei ausgewählten Anlässen in die Schützenliste ein. Seine ersten beiden Bundesligatore für Bayern entsprechen jeweils Treffern zu 4:0-Führungen in Heimspielen, die 5:0 enden. Klingt ab­strakt, deshalb zur Veranschaulichung:

2012/13, Bayern - Hannover 5:0

1:0 Martinez, 2:0 Kroos, 3:0 Ribery, 4:0 Dante, 5:0 Gomez

2013/14, Bayern - Frankfurt 5:0

1:0 Götze, 2:0 Ribery, 3:0 Robben, 4:0 Dante, 5:0 Mandzukic



Das Ganze läuft über Self Publishing bei Books on Demand (BoD) und enthält professionellen Aufdruck: Als gedruckte (Hardcover) und digitale Versionen (eBook) sowie einer Listung in über 6000 deutschsprachigen Buchläden und 1000 Online-Shops. Bedeutet, dass Interessenten das Buch entweder in ihrer Buchhandlung des Vertrauens erwerben (-> ordern lassen) können, bei Amazon und weiteren gängigen Online-Shops oder direkt bei BoD; natürlich in der gewünschten Ausführung, also gedruckt oder digital.

 

Mir persönlich geht es in erster Linie um den emotionalen Nutzen, ernsthaft. Aber die Behauptung, dass mich die Anzahl der Verkäufe nicht tangiert, wäre ja zutiefst heuchlerisch. Es steckt viel Zeit und auch Geld in diesem Projekt, sodass wir uns über jeden Abnehmer freuen. Ist doch klar.


Produkt

Titel: Was für Typen!

Untertitel: Dieser Fußballklub aus München... Ein Blogbuch

Autoren: Johannes Mittermeier, Patrick Völkner, Anno Haak

Format: 14,8 x 21 cm (DIN A5)

Gesamtseitenzahl: 308

Einband: Hardcover kaschiert

ISBN: 978-3-7347-3039-9

 

Preise

Gedruckt: 22 Euro

Digital (eBook): 8,99 Euro


+ Jeden Cent wert 

„Sehr schönes Werk, wie auch nicht anders zu erwarten. Wer eure Blogbeiträge auf Spox kennt, weiß, was gemeint ist. Auf jeden Fall den Kauf wert und gebunden ein Muss in jedem Bayernfan-Bücherregal!“ (Nils Garbes)

+ Ein Muss für jeden Bayernfan - kauft es!

„Ich lese es ständig zustimmend, erinnernd nickend und grinsend. Ihr müsst Euch nun nicht mehr ärgern, niemals ein Tagebuch über Eure Erlebnisse mit den Bayern geführt zu haben. Die Macher dieses großartigen Buches haben das perfekt für Euch erledigt. Kauft es! Am besten in Buchform.“ (Enrico Saft)

+ Allein der Prolog ist schon eine Kaufempfehlung

„Angenehmer, unterhaltsamer Schreibstil, der viele Ereignisse des FC Bayern wieder hervorholt, die tief in der eigenen Erinnerung vergraben sind. Wirklich ein tolles Buch.“ (w-flens)  

+ Super-Buch für alle Bayernfans

„Absolute Kaufempfehlung. Nette Anekdoten abseits der normalen Berichterstattung und ein witziger, erfrischender Schreibstil. Bin durch den Erfolgsfans-Podcast auf das Buch aufmerksam geworden und wurde nicht enttäuscht.“ (hallohering) 

+ Champions-League-Niveau

„Einfach nur großes Kino. Habe dieses tolle Werk in weniger als zwei Tagen förmlich verschlungen. Selbstverständlich setzt man sich mit der Vergangenheit und den einzelnen Spielern und Machern seines Klubs auch auseinander, aber soviel Hintergrundinformationen wie in diesem Buch hatte ich bis hierher noch nicht vorgefunden. Ein toller Mix aus Geschichte, Tradition, Lachern, Anekdoten, Triumphen, Niederlagen, Statistiken und - was mir besonders gefällt - einer persönlichen Note. Viele schöne Kapitel über einzelne, verdiente Spieler sorgen dafür, dass der gewählte Buchtitel perfekt passt und umgesetzt wurde. Die Erwähnung von Deisler, Sagnol oder auch Hargreaves mit deren diversen Krankheitsgeschichten macht deutlich, dass auch die menschliche Seite im Vergleich zur sportlichen nicht zu kurz kommt. Fällt schwer, etwas besonders hervorzuheben und wird dem Buch eigentlich auch nicht gerecht, aber der Text über (meinen "persönlichen Liebling") Bastian Schweinsteiger, dessen Karriereweg ich seit seinenAnfängen begleite, da ich ihn eben schon immer toll finde, ist ein absolutes Meisterwerk! Was für Typen - diese Mittermeier/Völkner/Haak - was für Typen!“ (Sabrina K.) 

+ Super-Buch!

 „Vorab eine Info: Wer eine Chronik des FC Bayern erwartet oder eine Auflistung von Fakten sucht, ist bei diesem Buch falsch. Mittermeier und Co. schaffen es, altbekannte Gesichter und gestrige Ereignisse in einer komplett neuen Form in diesem Buch darzustellen. Insbesondere die Spielerkapitel sind das Goldstück dieses Blogbuches. Die bloßen Statistiken eines Bayernspielers findet man in jeder Fußballdatenbank. Den Charakter oder eine prägende Story eines Spielers sucht man jedoch dort vergebens. Genau in diese Lücke platzieren die Autoren das Buch. Hierbei stellen sie nicht den Fußballspieler, sondern den Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen in den Vordergrund. Aber keine Angst, Mittermeier und Co. singen nicht nur Lobeshymnen auf ihre Stars, sondern zeigen auch mal die Schattenseiten auf. Dabei erinnert man sich doch ganz anders an die prägenden Bayernspieler der letzten zwei Jahrzehnte. Man wird recht schnell merken, dass es nicht nur die Edeltechniker, Sonnyboys und Torschützenkönige waren, die den Verein in den letzten Jahren ihren Stempel aufgedrückt haben. Nein, man kann damals wie heute über Spieler und Funktionäre sagen, die den FCB prägen und geprägt haben: Was für Typen! Das Buch ist eine echte Kaufempfehlung! Durch einen sehr angenehmen und persönlichen Schreibstil gepaart mit humorigen Einschüben liest es sich wahnsinnig schnell. Ich bin total begeistert und empfehle dringend jedem Bayern-Fan, das Blogbuch zu lesen!“ (Bene H)


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-> Am 4. Februar 2015 hatte ich das Vergnügen, in der 77. Ausgabe des Erfolgsfans-Podcast mitzuwirken. Wir plauderten über den mauen Rückrundenstart der Bayern, ich durfte das Buch facettenreich vorstellen - und wurde von Hörern gefragt, wie das Heimspiel gegen Hansa Rostock im Jahr 2000 endete. Unter anderem.