12 Da ist Musik drin!


November 2015


Fragt sich bloß: wie viel?


In dieser Jahreszeit, der Winter naht, schiebt sich der Silbermond vor die Sonne, und die Temperaturen sinken. Auch in der Fußball-Bundesliga ist das so, ob im Signal Iduna Park, im Borussia Park oder Linkin Park: überall Cold play. Die Leute friert es, Froster The People, nur die ewig sieg- und glorreichen Bayern erwärmen sich ihrer selbst, sie werden von innen erhitzt, diese Red Hot Chili Peps, auch wenn der Verbleib des Frontmanns ungeklärt ist.


Immerhin ergeht es Guardiola besser als dem Beckenbauerfranz, der früher ein Kaiser Chief war, aber momentan keine Muse findet, irgendetwas Erhellendes zur Gesamtsituation beizutragen. Es wird ja gemunkelt, dass er mal mit einem obskuren Scheich ins Gespräch über Geschäfte kam, er nannte sich David Al Abba. Oder so.


Wie Diego Madonna


Die Zeiten haben sich geändert. Dort, wo der Franz einst mondän über den Rasen schwebte, muss er sich heute grausen, dass Foot Fighters am Werk sind, Nichtskönner also, die nur auf die Zerstörung des Spiels zielen. Wobei es schon eine Schau ist, wenn sich die burschikosen Knaben wie ein Young Rebel Set raufen. Ansehnlicher allemal als die Künste des Kings of Leon Andreasen, der eigentlich Andröööösen heißt und manchmal wie Diego Madonna agiert - mit Hand und Fuß.


Nein, das wäre alles nichts für den Franzl, der sich nicht zweimal Beatles ließ, die Stones ins Rolling zu bringen. Doch was ist das? Ein leicht bekleideter Mann auf dem Feld, nur ein Ahornblatt verdeckt seine Kronjuwelen. Das wird Schlagzeilen machen, über die Grenzen hinaus, The Naked and The Famous, ganz gewiss.


Als die Sportfreunde stiller wurden


Zurück zum Sport. Wenn Werder gegen die VW-Städter antritt, am Green Day, dann heult der Re-Wolf-erheld. Aber nicht vor Freude. Indes muss Marco Reus seine Übungsstunden im Autoscooter ableisten, wobei er sogar dort die Straßenverkehrsordnung verletzt, sodass The Police ausrücken muss, oder, in schweren Fällen, die gelben Bengel vom ACDC.


Reus stand früher in der Juniorenauswahl, er wurde in der deutschen U2 eingesetzt und stieg bis in „unsere“ Nationalelf auf, zu Jogis One Republic. Quasi eine Queen-Queen-Situation. Mehr Auftritte wie neulich gegen Georgien sollte er sich allerdings nicht leisten. Alle Schüsse verrauchten im Nirvana, und prompt wurden die Sportfreunde stiller.


Das ist der Status quo im Fußball: Man schaut ganz genau hin. Modern Stalking.